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Über Karate


"STETER TROPFEN HÖHLT DEN STEIN"

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"Jedes Korn Reis, einen Tropfen Schweiß"

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"Erst an sich selbst arbeiten, sich verbessern", und dann fragen "warum oder wieso".

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"Der Schüler spielt das Spiel, aber der Lehrer bestimmt die Regel."

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Die Graduierungspyramide zeigt sich am Anfang nach außen hin durch die verschieden farbigen Gürtel (Obi) der Mudansha (weiß-gelb-orange-grün-blau-braun).
Dies zeigt dem Übenden am Anfang, wo sein technischer Stand ist. Das Erreichen eines bestimmten technischen Niveaus zeigt sich aber nicht nur an der Farbe des Obi, den der Übende um den Bauch trägt, sondern drückt sich in der Art und Weise seiner Bewegungen aus. Das, was er um den Bauch trägt, hat der Übende durch seine inneren Leistungen mit der Verpflichtung der richtigen Handhabung nach außen hin zu zeigen.
Anfänglich sind alle Schüler sehr bestrebt, das Bestmögliche, ja das Höchstmögliche in nur kurzer Zeit aus sich heraus zu holen, um schnell die Stufen des Gürtelrangsystems nach oben zu steigen. Aber ich denke, dass dies nur eine Erscheinung unseres Zeitgeistes ist, in möglichst kurzer Zeit irgendetwas schnell und ohne großen Aufwand, möglichst ohne große Mühe zu erreichen (Crash-Kurs). Dies ist in einer Budo-Übung nicht möglich, wie es in herkömmlicher Art und Weise in der modernen Sport-, Fitness- oder Freizeit-Welt üblich ist.
In einer Budo-Übung gibt es keine Zeit, in der man irgendetwas erreicht haben müsste, sondern nur das, was man sich mit viel Geduld, Arbeit und Fleiß erarbeitet hat. Es geht darum, das einmal erworbene Wissen um die körperliche Technik und dem Wissen um die entsprechende geistige Haltung, demgegenüber was man tut oder wie man sich verhält, innerhalb der Budo-Hierarchie gerecht zu werden.

"In einem Karate-Dojo lernt man nicht das Sein, sondern das Werden."


In jedem traditionellen Karate-Dojo bildet sich im Laufe der Zeit eine Graduierungspyramide, die die darin Übenden dazu anhält, sich auf eine realistische Art und Weise in die Pyramide einzuordnen. Das Gürtelrangsystem unterliegt somit einer ganz bestimmten Hierarchie, nämlich der Budo-Hierarchie.
Die Budo-Hierarchie dient aber nicht der Unterdrückung (Befehl und Gehorsam), sondern soll den Übenden in den alltäglichen Dingen dazu anhalten, mit Respekt, Achtung und Sorgfalt sein Verhalten und Handeln in positive Bahnen des Lebens zu leiten.
Es ist nicht wichtig, was man (Mann oder Frau) um den Bauch (Hara) gebunden trägt, sondern sehr wichtig ist, was man im Bauch trägt (der Mensch in seinem Wesen). Dies ist für den Fortschritt des Übenden sehr wichtig und für die Weitergabe der Lehre notwendig.
Es ist für die Weitergabe der Lehre sehr wichtig, nach dieser alten Budo-Hierarchie zu verfahren, da eine demokratisch abgestimmte Übungsanleitung in einer Budo-Übung nicht machbar ist. Man würde sich in unendlichen Diskussionen verlieren, weil jeder seine Meinung zum Besten geben würde.