Sie sind hier: Was ist Karate?
Zurück zu: Informationen
Allgemein:

Suchen nach:

Informationen über Karate

Karate was ist das?


Karate ist eine fernöstliche Kampfsportart, die vor etwa 2000 Jahre in China ihren Ursprung hat. Sie gelangte von dort nach Japan, wo sie zu der heute gebräuchlichen Form und den verschiedenen Stilen perfektioniert wurde.
Karate heißt übersetzt die leere oder unbewaffnete Hand. In dieser Kampfsportart werden alle Gliedmaßen des Körpers zu natürlichen Abwehrwaffen ausgebildet. Daher ist sie die wirksamste und systematischste Selbstverteidugung der Welt. Sie ist zugleich eine sehr gute Körperschule, da neben einer gleichmäßigen Entwicklung der Muskeln auch die Beweglichkeit und die Reaktionsfähigkeit überdurchschnittlich ausgebildet werden.

Pädagogen entdeckten in diesem Kampfsport ein hervorragendes Mittel zur Persönlichkeitsbildung in körperlicher sowie in geistiger Art. Für Kinder wird Karate auch zu Therapiezwecken eingesetzt. Karate verlangt darüber hinaus Disziplin, Ausdauer und auch geistige Fähigkeiten wie Konzentration und eine entsprechende ethische Einstellung. Insofern ist Karate eine anspruchsvolle Sportart. In Japan sind die Mehrzahl der Karatelehrer Akademiker.


Die Graduierungspyramide zeigt sich am Anfang nach außen hin durch die verschieden farbigen Gürtel (Obi) der Mudansha (weiß-gelb-orange-grün-blau-braun).
Dies zeigt dem Übenden am Anfang, wo sein technischer Stand ist. Das Erreichen eines bestimmten technischen Niveaus zeigt sich aber nicht nur an der Farbe des Obi, den der Übende um den Bauch trägt, sondern drückt sich in der Art und Weise seiner Bewegungen aus. Das, was er um den Bauch trägt, hat der Übende durch seine inneren Leistungen mit der Verpflichtung der richtigen Handhabung nach außen hin zu zeigen.
Anfänglich sind alle Schüler sehr bestrebt, das Bestmögliche, ja das Höchstmögliche in nur kurzer Zeit aus sich heraus zu holen, um schnell die Stufen des Gürtelrangsystems nach oben zu steigen. Aber ich denke, dass dies nur eine Erscheinung unseres Zeitgeistes ist, in möglichst kurzer Zeit irgendetwas schnell und ohne großen Aufwand, möglichst ohne große Mühe zu erreichen (Crash-Kurs). Dies ist in einer Budo-Übung nicht möglich, wie es in herkömmlicher Art und Weise in der modernen Sport-, Fitness- oder Freizeit-Welt üblich ist.
In einer Budo-Übung gibt es keine Zeit, in der man irgendetwas erreicht haben müsste, sondern nur das, was man sich mit viel Geduld, Arbeit und Fleiß erarbeitet hat. Es geht darum, das einmal erworbene Wissen um die körperliche Technik und dem Wissen um die entsprechende geistige Haltung, demgegenüber was man tut oder wie man sich verhält, innerhalb der Budo-Hierarchie gerecht zu werden.


"In einem Karate-Dojo lernt man nicht das Sein, sondern das Werden."